Schulter · Operation
Rotatorenmanschetten-Naht – arthroskopische Sehnennaht
Die Rotatorenmanschette ist eine Muskelgruppe (Muskulus Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis, Teres minor), deren Sehnen eine Sehnenkappe oberhalb des Oberarmkopfes bilden und für die Bewegung der Schulter verantwortlich ist. Rotatorenmanschettenrupturen können durch Unfälle (traumatische Rupturen), durch eine fortschreitende Degeneration des Muskels, sowie bei Engpasssyndrom (degenerative Rupturen) entstehen.
Operierter Bereich
Ablauf der Behandlung
Vor der OP
In der Sprechstunde erfolgt zunächst eine klinische Untersuchung des Schultergelenks. Anschließend werden Ihnen die Aufnahmen der durchgeführten Röntgen- und MRT-Untersuchungen präsentiert und das Krankheitsbild ausführlich erläutert. Danach wird gemeinsam mit Ihnen ein Operationstermin festgelegt. Die operative Aufklärung wird ebenfalls direkt in der Sprechstunde durchgeführt. Abschließend wird der postoperative Verlauf erklärt und feste Termine für die Nachbehandlung vereinbart.
Die Operation
Der Operationseingriff dauert etwa 1 Stunde und wird ambulant im Krankenhaus Lichtenstein durchgeführt. Die Operation wird in Vollnarkose und in der sogenannte Beach-Chair Lagerung durchgeführt. Über einen 0,5 cm großen Zugang wird die Kamera ins Gelenk eingeführt und das Gelenk wird mit steriler Kochsalzlösung aufgefüllt. Danach erfolgt ein diagnostischen Rundgang mit der Kamera. Dabei werden alle wichtigen anatomischen Strukturen angeschaut und beurteilt. Im weiteren Verlauf werden ein bis zwei zusätzliche Zugänge für die operativen Arbeitsinstrumente angelegt. Zunächst werden die abgerissene Sehne, sowie die Ansatzstelle am Humeruskopf angefrischt. Im Anschluss wird die Sehne durch eingebrachte bioresorbierbare Fadenanker an den Footprint des Humeruskopfes wieder refixiert.
Nach der OP
Unmittelbar nach der Operation wird ein Abduktionskissen-Orthese angelegt. Anschließend erfolgt die Überwachung der Patienten im Aufwachraum und danach auf der Zentralen Aufnahmestation (ZAS). Bei stabilen Kreislaufverhältnissen können die Patienten in der Regel gegen 16 Uhr entlassen werden. Am Folgetag findet die postoperative Kontrolle in der Sprechstunde der Praxis statt.
Postoperativ erhalten die Patienten eine Thromboembolieprophylaxe sowie eine bedarfsorientierte Schmerztherapie. Für zu Hause wird eine CPM-Schulterbewegungsschiene organisiert, mit der die verordneten passiven Bewegungsübungen mehrmals täglich selbstständig durchgeführt werden können.
Risiken
Aufgrund der Minimalinvasivität sind die Risiken sehr gering. Die häufigsten Komplikationen sind die Re-Ruptur der Sehne und Infektionen. Eine mögliche temporäre Schultersteifigkeit wird mit zusätzlicher Physiotherapie und eventuell auch medikamentös beseitig.
Prognose
Die Prognose ist bei korrekter Indikation sehr gut. Die Haupteinflussfaktoren sind die Beschaffenheit der Sehne, sowie die Qualität der durchgeführten Operation und der physiotherapeutischen Nachbehandlung. Die vollständige Beweglichkeit und Muskelkraft des Schultergelenkes ist nach 4-6 Monaten postoperativ zu erwarten.
Ihr Weg: von der Sprechstunde zurück in den Alltag
- VorabSprechstunde & Aufklärung
Untersuchung, Besprechung der Röntgen- und MRT-Bilder, OP-Termin und Aufklärung – und feste Termine für die Nachbehandlung.
- OP-TagOperation & Entlassung
Überwachung im Aufwachraum und auf der Aufnahmestation; bei stabilem Kreislauf Entlassung meist gegen 16 Uhr.
- Tag 1Kontrolle in der Praxis
Die erste Kontrolle nach der Operation erfolgt am Folgetag in der Sprechstunde.
- Zu HauseBewegungsschiene & Physiotherapie
Eine CPM-Bewegungsschiene wird organisiert – für passive Bewegungsübungen mehrmals täglich.
- ZielZurück in den Alltag
Die volle Beweglichkeit und Kraft der Schulter ist nach etwa 4 bis 6 Monaten zu erwarten.
Der individuelle Verlauf kann abweichen – den genauen Nachbehandlungsplan besprechen wir persönlich mit Ihnen.
Fragen zur Operation?
In der Sprechstunde besprechen wir Ihre Befunde und ob eine Operation für Sie sinnvoll ist.